Rezension zu »Unter Wasser« von Tara Menon
»In unserer Sprache gibt es keinen Platz für die Trauer um Freunde. Er wird vollkommen von der Liebe zu und dem Verlust von Geliebten in Beschlag genommen.« Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt Marissa als Kind mit ihrem Vater New York und zieht nach Thailand. Für ihn ist es eine Flucht vor einer Welt ohne seine Frau, ein Stürzen in die Arbeit als Meeresbiologe, das Fortführen ihres Vermächtnisses. Für Marissa ist es der Start eines neuen, anderen Lebens. Ein Umbruch, ein Zugang zu einer anderen Welt. Dort lernt sie Arielle kennen und zwischen den beiden entsteht eine Freundinnenschaft, die so eng ist, dass sie in Wahrheit doch mehr zu Schwestern werden. Arielle wird zum wichtigsten Menschen in Marissas Leben, ihr Bezugspunkt. Unter der Woche leben sie gemeinsam auf dem Festland im Resort von Arielles Eltern, die Wochenenden verbringen sie bei Marissas Vater auf einer nahen Insel. Im Resort begegnen sie Tourist*innen, verbringen sie Zeit mit Gleichaltrigen, hält das Draußen Einzug. Auf d...








