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Rezension zu »Mit beiden Händen den Himmel stützen« von Lilli Tollkien

»Das Schreiben wird ein Zuhause sein. Es ist nicht, als ob ich schreibe, sondern ich schreibe.« Es sind keine einfachen Umstände, unter denen Lale in den 80er-Jahren in Berlin aufwächst: Ihre Mutter ist drogensüchtig und unfähig, sich um ihre Tochter zu kümmern. Die Zeit im Heim liegt im Schatten, Erinnerungen beginnen mit ihrem Pflegevater, einem Freund ihres Vaters, und dem damit zusammenhängenden Einzug in eine Männer-Kommune im Alter von zweieinhalb Jahren. Eine Kommune, in der auch Lales biologischer Vater nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ziehen wird. Ihre Mutter wird sie kaum noch sehen, ihr Leben gehört den Drogen. Lales Leben wird sein, auf der einen Seite: keine Regeln, keine feste Schlafenszeit, so viel Süßkram und Fernseh, wie sie möchte. Auf der anderen Seite: niemand, der sich um Lale kümmert, nur erwachsene Männer, die rauchen, trinken, Drogen nehmen und ihre Frauen häufiger wechseln als sprichwörtlich anzunehmend ihre Unterwäsche. Vernachlässigung, Einsamkeit, f...

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