Rezension zu »Honey« von Imani Thompson
»Das Ding ist, ein junges Schwarzes Mädchen zu sein, heißt, dass die Welt nicht für dich gemacht ist. [...] Aber das Ding ist, weil die Welt nicht für dich gemacht ist, kannst du ganz genau sehen, wie sie funktioniert: wie die Puzzleteile der Macht sich zusammenfügen. Du fängst an, dich zu fragen – warum?« Ysra ist meinungsstark, selbstbewusst, kritisch. Während sich ihre Doktorarbeit in die Länge zieht, lehrt sie in Cambridge und versucht, ihren Studierenden die Relevanz von Intersektionalität näher zu bringen. Ein Thema, das sie als Schwarze junge Frau nicht zuletzt auch persönlich beschäftigt. Von gelegentlichen hitzigen Diskussionen und den Möglichkeiten abgesehen, Studierende in ihre Schranken zu weisen, ist Ysras Alltag jedoch ziemlich banal. Bis sie in einem Café dem Mann gegenübersitzt, der nicht nur das Herz einer ihrer Freundinnen gebrochen, sondern in seiner Machtposition als Professor auch deren Forschungsergebnisse als seine ausgegeben hat. Eine himmelschreiende Ungerechti...








