Rezension zu »Der Sommer der schlafenden Hunde« von Laura Dürrschmidt
Beste Freundin, schlimmste Feindin, immer wieder auch Geliebte. Für Lena ist Trice alles, Dreh- und Angelpunkt ihrer Welt, seit sie sich als Jugendliche begegnet sind. In der neuen Schule in der Vorstadt hat Lena damals kaum Anschluss gefunden, bis sie Zugang zur Clique um Trice bekommen hat. Von da ist das Leben ein Rausch voller Alkohol, heimlichem Fight Club und ausufernden Kellerpartys, ist Trice' Nähe und Aufmerksamkeit süchtig machend, die anderen doch bloß Rand- und Nebenfiguren. Bis auf Sascha, die Trice für Lenas Geschmack viel zu wichtig ist. Denn Lenas ständiger Begleiter ist die panische, oft auch manische Angst, von Trice fallen gelassen zu werden. Eine toxische Dreiecksbeziehung entspinnt, die sich im Laufe der Schulzeit zuspitzt, gefährlich, körperlich gewaltvoll wird – und im letzten Schuljahr eskaliert als Sascha stirbt. Inzwischen befinden sich Lena und Trice in ihren Zwanzigern, leben in Frankfurt, aber nicht mehr in einer Wohnung, denn zusammenleben können die b...








