Rezension zu »Die Riesinnen« von Hannah Häffner
»Was ist Heimat, wenn nicht eine Zuflucht vor einer Angst, die wir ohne sie nicht hätten?« In Wittenmoos, einem kleinen abgelegenen Dörfchen inmitten des Schwarzwalds, stechen die Riessberger-Frauen seit jeher aus der Masse heraus. Groß sind sie, die Riesinnen, und schmal. Mit roten Ringellocken. Sie fallen auf, passen nicht so ganz, leben am Rande der Dorfgemeinschaft, werden gemieden. Warum weiß niemand so genau, nur dass es eben schon immer so war. Liese Riessberger wächst in den 60er-Jahren still heran und träumt von einem Leben außerhalb der Dorfenge. Doch manche Träume sind nichts für die Realität. Sie heiratet und wird schwanger, erträgt daraufhin das Leben an der Seite ihres gewalttätigen Ehemannes Bernhard schweigend und ausharrend für ihre Tochter Cora, die es trotzdem einmal besser haben soll als sie. Als Bernhard unerwartet stirbt, nimmt sie die Zügel in die Hand, kämpft dafür, die Metzgerei ihrer Schwiegereltern überschrieben zu bekommen und sich selbst etwas aufzubauen. E...








