Rezension zu »All die Farben, all das Licht« von Cora Wucherer
»Für alle in meinem Alter fängt jetzt die große Freiheit an. Sie können machen, was sie wollen, endlich über sich selbst bestimmen, Entscheidungen treffen, gegen ihre Eltern rebellieren oder gegen die ganze Welt. Aber für mich schließt sich eine Tür nach der anderen. Vielleicht hatte ich meine große Freiheit schon, und ich habe sie weder erkannt noch genutzt. Und jetzt ist es zu spät.« Juna ist siebzehn und leidet am Usher-Syndrom, einer seltenen und komplizierten Krankheit, durch die sie nach und nach nicht nur ihr Gehör, sondern auch ihr Augenlicht verlieren wird. Eine furchtbare Gewissheit, besonders für eine Jugendliche, deren größter Traum es noch dazu ist, Malerin zu werden. Ein Traum, von dem sie nichts und niemand abbringen kann, nicht mal die drohende Blindheit. Hofft Juna zumindest. Ihre kleine, dreizehnjährige Schwester Martha hingegen hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: mit der beginnenden Pubertät, den ersten Schmetterlingen im Bauch und der Unsichtbarkeit in ihrer ...








