Rezension zu »Hofsommer« von Hanna Heim
»Wer sterben will, weil er jede Hoffnung verloren hat, sollte das dürfen.« Fallera, das ist dieser idyllische Ort ihrer Kindheit und Jugend, der Pferdehof ihrer Großeltern im Osten der Provinz, auf dem Doreen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder aufgewachsen ist. Inzwischen lebt Doreen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einer kleinen Wohnung in München, ihr letzter Besuch auf Fallera liegt schon länger zurück, irgendwann ist sie dem Ort entwachsen, wollte mehr sehen und erleben, doch die nostalgischen Gefühle, die sind noch immer da. Die Dinge laufen in den gewohnten Bahnen des Alltags – bis Doreen ein Anruf ihrer Mutter ereilt. Fallera ruft, die Zeit eilt, denn ihre Großeltern haben beschlossen, zu sterben, freiwillig, gemeinsam und zu ihren Bedingungen. Denn Marie wird vom Krebs zerfressen und verliert nach und nach die Kontrolle über ihren Körper. Ein Schicksal, das sie sich ersparen möchte, sie hat ein würdevolles, selbstbestimmtes Ende verdient. Und Helmut? Der kann...








