Rezension zu »Fuckgirl« von Bianca Jankovska
»Es gibt Männer, die lieben Frauen; und es gibt Männer, die mögen Frauen. Frauen zu lieben, ist leicht. Es ist leicht, sie zu objektifizieren, zu sexualisieren, sie zu sich nach Hause einzuladen, mit oberflächlichen Gesten zu beeindrucken, zu ficken. [...] Aber kein Mann muss dafür irgendjemanden mögen. [...] Frauen zu mögen , scheint viele Männer eine große Überwindung zu kosten.« Aufgewachsen in einer dysfunktionalen, patriarchal geprägten Familie mit weiblichen Vorbildern, die ihr Ehe- und Lebensunglück Zeit ihres Lebens stillschweigend ertragen, und nach dem enttäuschenden Ende ihrer ersten großen Liebe nach Losers Betrug, reicht es Fuckgirl. Ein für alle Mal. Also legt die erfolgreiche Performance-Künstlerin sie ab, alle misogynen Erwartungen an ihr biologisches Geschlecht. Sie wird zu dem, was Frauen im 21. Jahrhundert in der Theorie schon längst zusteht und doch alle Männer fürchten: zu einer selbstbewussten, unabhängigen und sexuell hungrigen Frau. Hate her or love her, fuckgir...








