Rezension zu »Große Lieben« von Katharina Hartwell
Inga und Maren sind 13, als sie sich im Tennisclub kennenlernen. Aus den beiden werden schnell beste Freundinnen, obwohl sie auf unterschiedliche Schulen gehen und die beiden auf den ersten Blick wenig verbindet: Maren kommt aus gutem Hause, lebt in einem Haus mit Swimmingpool. Inga dagegen wohnt am anderen Ende von Hanau, in einfachen Verhältnissen in einem Hochhaus. Maren ist ruhig und besonnen, Inga findet schwer Anschluss. Doch gemeinsam überleben sie die Jugend als junge Frauen in den 1990er-Jahren und wachsen zu noch unterschiedlicheren Frauen heran: Mit 23 folgt Maren dem vorbestimmten Weg ihrer Familie und studiert etwas, mit Hand und Fuß. Inga dagegen, die schon immer vom Leben als Autorin träumte, wählt Literaturwissenschaft und Gender Studies. Sie eignet sich das Rüstzeug an, die bestehende Ordnung zu hinterfragen – und eckt dadurch außerhalb ihres universitären Umfelds immer wieder an. Mit dem Traum vom Schreiben klappt es auch eher schlecht als recht, das Geld ist knapp, d...








