Rezension zu »Fünf, sechs, sieben, acht« von Ewald Arenz
Anton ist Tänzer. Sein Leben lang, der Stepptanz als Lebensbestimmung. Und Anton ist sechzig. Nicht mehr ganz so schnell wie einst, nicht mehr ganz so gelenkig. Aber alt fühlt er sich doch noch lange nicht. Er ist doch gerade in der Blüte seines Schaffens. Schließlich hat er sich bewährt, verdient seinen Platz als Choreograph am Theater. Wer sollte ihm den auch streitig machen können, bei all seiner Lebenserfahrung? Doch es kommt anders. Die Kündigung setzt Anton zu, plötzlich fühlt er sich alt, überflüssig und abgeschoben aufs unverdiente Abstellgleis. Dass es auch noch seine Tochter ist, jung und voller frischer Ideen, an die er seine Stelle abgeben muss, trifft ihn besonders heftig. Sich für sie zu freuen, scheint unmöglich. Und so fragt sich Anton, mit der eigenen Sterblichkeit und Vergänglichkeit konfrontiert, ob er sich damals in seiner Jugend eigentlich für das richtige Leben entschieden hat. Beruf, Frau, Kind, sein Lebenstraum. Denn in ihm schlummert die Erinnerung an eine alte...








