Rezension zu »Restsommer« von Kea von Garnier
»Es ist nur so, dass ich, bevor ich mich den Rest meines Lebens nur noch mit Toten beschäftige, gern selbs richtig gelebt hätte.« Dominiks weiteres Leben scheint vorgezeichnet: Vielleicht das Abi machen, realistischer jedoch vorher von der Schule gehen, Berufsschule, um was in der Tasche zu haben, anschließend in den väterlichen Familienbetrieb einsteigen, später dann das Bestattungsinstut, das der ganze Stolz und Lebensmittelpunkt seines alleinerziehenden Vaters ist, in dritter Generation übernehmen und fortführen. So jedenfalls der Plan, doch je näher das Ende der Schulzeit rückt, desto mehr Bauchweh hat Domi beim Gedanken an das, was vor ihm liegt. Klar, er fühlt sich überraschend wohl mit den Toten, ist geübt im Umgang mit Leichen wie Trauerenden gleichermaßen, unterstützt seinen Vater im Betrieb seit der denken kann und besonders, seit seine Mutter vor einem Jahr die Koffer gepackt hat und gegangen ist, um sich einen größeren Traum vom Leben zu verwirklichen, als die Dorfenge ihr ...








